Aquazoo Düsseldorf · AR & Education

Aquazoo Augmented

Biologie durch Augmented Reality sichtbar machen – eine physische Ausstellung mit einer bedeutungsvollen digitalen Ebene erweitern.

AR · Anatomy layers
[ mobile AR experience ]
Kunde
Aquazoo Düsseldorf
Rolle
UX · Interface · Projektkoordination · Prototyping
Fokus
Augmented Reality · Wissenschaftskommunikation · Räumliche UX
Technologien
Unity · Cinema 4D · Photogrammetrie · 2D-Tracking

01 / Ziel

AR als Lernwerkzeug nutzen, nicht als Gimmick.

Aquazoo Düsseldorf bietet bereits eine reichhaltige Bildungsumgebung, aber manche wissenschaftlichen Themen lassen sich durch statische Exponate allein schwer vermitteln. Anatomie ist eines davon: Besucher können ein Tier von außen sehen, aber das Verständnis innerer Strukturen erfordert Abstraktion oder zusätzliche Erklärungen.

Das Konzept fokussierte sich auf die Anatomie eines Frosches. Mit einem mobilen AR-Prototyp konnten Besucher geschichtete 3D-Visualisierungen erkunden, die in einer traditionellen Ausstellung verborgene Strukturen zeigen – die physische Erfahrung erweiternd, nicht ersetzend.

Key QWie können wir Augmented Reality nutzen, um unsichtbare biologische Strukturen sichtbar zu machen – einfach und ansprechend, direkt am Exponat?
Visitor holding an iPad showing the AR frog skeleton inside the anatomy selector ring
AR · liveDie Erfahrung. Ein Besucher richtet ein Tablet auf das Exponat und das Froschskelett erscheint an seinem Ort, umgeben vom Anatomie-Auswahlring.

02 / Herausforderung

Den Fokus auf das Lernen legen, nicht auf die Technologie.

AR wird leicht zum Gimmick, wenn die Technologie wichtiger ist als das Lernen. Im Museumskontext wollen Besucher kein kompliziertes Produkt verstehen – sie wollen etwas, das sofort funktioniert und ihnen hilft, das Exponat zu verstehen. Die Interaktion musste einfach genug für jüngere Besucher sein und dennoch bedeutsam für Erwachsene und Schulgruppen.

Sie musste auch in einer echten Ausstellung funktionieren: Beleuchtung, Tracking-Zuverlässigkeit, räumliche Einschränkungen, Geräteleistung und Besucherverhalten prägten das Design. Die Herausforderung war sowohl konzeptionell als auch technisch: lehrreich, intuitiv und zuverlässig.


03 / Meine Rolle

UX, interface, coordination and prototyping.

Meine Rolle war es, das Bildungsziel mit einer nutzbaren digitalen Erfahrung zu verbinden – in enger Zusammenarbeit mit Teammitgliedern aus 3D-Modellierung, Entwicklung und Konzeptdesign.

Projektplanung und Zusammenarbeit koordinieren
Ausstellungskontext und Besucherverhalten analysieren
Den AR-Nutzerflow definieren
Interface und Interaktionslogik gestalten
Prototyping in Unity unterstützen
Prototyp mit echten Besuchern testen
Erfahrung aus Usability-Feedback iterieren
Konzept fokussiert und technisch umsetzbar halten

04 / Research & concept

AR einen klaren Grund geben zu existieren.

Wir analysierten, wie Besucher durch Aquazoo Düsseldorf gehen – wo sie stehen bleiben, was Aufmerksamkeit erregt, wie Informationen präsentiert werden – und suchten nach dem Exponat, das am meisten von einer AR-Ebene profitieren würde. Das Thema brauchte einen echten bildungsbezogenen Grund für AR, nicht nur visuellen Reiz.

Frog anatomy was the strongest direction: it let us reveal internal structures through layered 3D content, giving AR a clear purpose. The physical skeleton on its patterned tracking ring became the anchor for the whole experience.

The physical frog skeleton mounted on the patterned 2D tracking ring at the exhibit
Physisches ExponatThe tracking anchor. The frog skeleton on its patterned 2D tracking ring — the real-world object the AR layer is anchored to.
01Make it immediate. Visitors understand what to do without instruction-heavy onboarding.
02Make it educational. The AR content explains biological structures, it doesn’t just decorate.
03Make it stable. Der Prototyp funktioniert im echten Ausstellungskontext zuverlässig genug.

05 / Prozess

Von einem leichtgewichtigen UI zu einem stabilen Build.

01

Interaktionsdesign

Ein leichtgewichtiges UI rund um schnellen Zugriff und minimale Reibung – Fokus auf die Ausstellung und den AR-Inhalt.

02

3D & modelling

Anatomische Modelle aus Photogrammetrie, in Cinema 4D verfeinert – detailliert genug zum Lehren, optimiert für mobile Geräte.

03

Tracking

3D-Tracking erwies sich im Raum als unzuverlässig, also wechselten wir zu 2D-Tracking für eine stabilere Grundlage.

04

Testing & iteration

Besuchertests trieben die Verfeinerung voran – vor allem eine Skalierungsfunktion, damit kleine Strukturen leicht zu inspizieren waren.

Phone showing the AR frog with the anatomy layer selector ring

Ein Ring, fünf Ebenen.

Das Interface bleibt im Hintergrund: Ein einzelner Auswahlring um das Tier lässt Besucher Anatomieebenen mit einem Tipp wechseln, während das 3D-Modell im realen Raum verankert bleibt.

HautSkelettNervenMuskelnOrgane

06 / Ergebnis

Ein funktionierender mobiler AR-Prototyp.

Das Projekt ergab einen funktionierenden mobilen AR-Prototyp für Aquazoo Düsseldorf. Er erweiterte die physische Ausstellung um eine interaktive Bildungsebene und half Besuchern, die Frosch-Anatomie auf eine visuellere, ansprechendere Weise zu erkunden – und zeigte, wie AR Wissenschaftskommunikation unterstützen kann, wenn sie mit klarem Zweck eingesetzt und um echtes Besucherverhalten herum gestaltet wird.

Working AR prototype for Android & iOS
Interaktive 3D-Visualisierung der Frosch-Anatomie
Ein klarer Besucherflow für mobile AR
Zugänglichere Erklärung innerer Strukturen
Verbesserte Benutzerfreundlichkeit durch Besuchertests
Unity · Cinema 4D · Photogrammetrie · 2D-Tracking


Visitors in the exhibit using tablets for the AR experience

AR funktioniert nur wenn sie verschwindet – und die Biologie übernimmt.


08 / Was ich gelernt habe

Neue Technologie braucht Zurückhaltung.

AR ist nur wertvoll, wenn es das Verständnis verbessert. Wenn es die Erfahrung nicht klarer macht, wird es zu Lärm. Die Technologie sollte keine Aufmerksamkeit fordern – sie soll den Inhalt unterstützen.

Ich lernte auch, wie stark physischer Kontext digitales Design prägt. In einem echten Ausstellungsraum beeinflussen Tracking-Qualität, Beleuchtung, Besucherbewegung, Gerätebedienung und Aufmerksamkeitsspanne die Erfahrung. Aquazoo Augmented half mir, selbstsicherer an der Schnittstelle von UX, Bildung, 3D-Inhalten und immersiver Technologie zu gestalten.


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