
Mercedes-Benz MBUX App
Gestaltung einer mobilen Companion-App für das MBUX-Ökosystem, Komfortfunktionen für Rückpassagiere, informiert durch eine Studie zu plattformnatieven versus MBUX-adaptierten Designmustern.
Ein Premium-Auto und ein Passagier, der Kontrolle möchte.
MBUX bietet Mercedes-Benz-Fahrern eine umfangreiche, vernetzte digitale Umgebung. Doch Rückpassagiere, oft in Hochpreismodellen, verfügen nicht über dasselbe Maß an Kontrolle über Komfortfunktionen: Massage, Ambiente-Beleuchtung, Sitzposition, Energizing-Programme.
Das Projekt erkundete eine mobile Companion-App, die diese Steuerungen auf das eigene Smartphone oder Tablet des Passagiers bringt – als natürliche Erweiterung des MBUX-Systems, ohne dass der Passagier sich nach vorne lehnen oder den Fahrer fragen muss.


Native Patterns oder MBUX-adaptiert – was dient Nutzern besser?
Vor dem Gestalten mussten wir eine grundlegende Frage beantworten: Soll die App iOS- und Android-nativen Designkonventionen folgen, vertraut und schnell erlernbar, oder sich der visuellen MBUX-Sprache anpassen, um Konsistenz mit dem In-Car-System zu gewährleisten?
Wir analysierten 32 Designelemente beider Ansätze (Konsistenz vs. Adaption) auf iOS und Android und bewerteten, welcher im spezifischen Kontext der Rücksitznutzung klarere und nutzungsfreundlichere Interaktionen bietet.


Komfortfunktionen: Massage, Sitz, Ambiente, Energizing.
Die Forschung prägte das Interface direkt: MBUX-adaptiert auf dem Smartphone, ausgewogen auf dem Tablet, visuelle Kohärenz mit dem In-Car-System, intuitiv nutzbar vom Rücksitz.


Im echten Auto getestet. Nicht nur auf einem Bildschirm.
Prototyp in der Hand. Echtes Fahrzeug. Echter Sitz.
Tests fanden im echten Fahrzeug statt – Passagiere auf dem Rücksitz, Prototyp auf dem eigenen Gerät, Komfortfunktionen aktiv. Dies brachte echte Reibungspunkte ans Licht: Telefonbedienung im Sitzen, Blick auf Steuerungen ohne Fahrterlebnis zu verlieren, einhändige Navigation.

Eine forschungsgestützte, premium anfühlende Companion App.
Das Projekt lieferte sowohl ein Forschungsframework (Konsistenz vs. Adaption) als auch ein tatsächliches App-Design, im Auto getestet, durch Iteration verfeinert, kohärent mit der visuellen MBUX-Sprache auf den Plattformen, wo es am wichtigsten war.
Kontext bestimmt, welche Muster funktionieren.
Dasselbe Designmuster, das sich auf einem Smartphone natürlich anfühlt, kann auf einem im Auto montierten Tablet fehl am Platz wirken. Bildschirmgröße, Körperhaltung, Blendung, einhändige Bedienung und die Erwartung von Premium-Qualität bestimmten alle, welche Konventionen Nutzern am besten dienten. Die Konsistenz-vs.-Adaption-Studie machte das greifbar und datengestützt.
Das Testen im echten Fahrzeug war der wertvollste Teil des Prozesses. Reibung, die in Usability-Labs nicht auftrat, zeigte sich sofort auf echten Sitzen – und das Beheben führte zu einem deutlich einfacheren Enddesign.
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